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Eigenschaften der Natursteine / Qualität

 

 

Granit        

 

Granit ist ein Gestein für die Ewigkeit. Seine hohe Festigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einwirkung verdankt er seinem Mineralbestand und Gefüge. Die Minerale des Granits, vor allem Feldspat, Quarz und Glimmer, kristallisieren tief unterhalb der Erdoberfläche aus einer glutflüssigen Schmelze. Hierdurch sind sie relativ groß und innig miteinander verzahnt, so dass der Granit mit der Zeit nicht an Farbe und Ausstrahlung verliert. Granit ist nicht nur bei Steinmetzen beliebt, sondern wird auch im Baugewerbe sehr vielseitig als Werkstein verwendet. Dank seines Mineralbestandes und Gefüges ist Granit sehr witterungsbeständig. Niederschläge, Frost und starke Temperaturschwankungen machen ihm nichts aus. Granitoberflächen sind edel, verleihen Räumen und Flächen zeitlose Eleganz.

 

Granit von unseren Lieferanten ist besonders robust und witterungsbeständig! Handwerker und Bauherren schätzen dieses Gestein nicht zuletzt aufgrund seiner natürlichen Schönheit und seines breiten Farbenspektrums! Seine besonderen Eigenschaften machen Granit zum beliebten Material bei vielen Bauprojekten.

 


 

 

Ergebnisse der mikroskopischen und röntgendiffraktometrischen Analysen von Striegauer Granit

 

Zur mikroskopischen Analyse wurde von sämtlichen Gesteinsproben Dünnschliffe angefertigt. Diese wurden mittels Polarisationsmikroskop hinsichtlich Mineralbestand und Gefüge untersucht. Die röntgendiffraktometrischen Analysen erfolgten mit einem PANALYTICAL PW 3040/60 X'Pert Systems mit einem PW 3050/60 Goniometer.

 

Striegauer Granit
Der untersuchte Striegauer Granit besteht nach mikroskopischer Auswertung aus Kalifeldspat (36%), Plagioklas (34%), Quarz (26%) und Biotit (4%). Akzessorisch treten zudem Epidot, Chlorit, Opakphase und Zirkon auf. Weder die bis zu 10 mm großen idiomorphen Kalifeldspäte noch die bis zu 7 mm großen hypidiomorphen Plagioklase zeigen eine Formregelung. Der perthitische Kalifeldspat weist häufig Karlsbader Zwillinge und gelegentlich Umwandlung zu Myrmekit auf. Plagioklas zeigt Druckzwillinge und die für magmatische Bildung charakteristische optische Zonierung. Quarz tritt als Zwickelfüllung auf. Biotit ist zum Teil randlich in Chlorit umgewandelt. Das Gestein ist ausgesprochen intakt. Es lassen sich keine Hinweise auf eine bruchhafte Deformation feststellen. Risse und/oder Klüfte fehlen weitgehend.

 

 

Physikalische und mechanische Eigenschaften

 

Eigenschaften

Prüfungsmethoden

Prüfungsergebnisse

 Rohdichte

                  EN 1936

                 2670  kg/m³

 Wasseraufname

                  EN 13755

                 0,26   %

 Druckfestigkeit

                  EN 1926

                 230    MPa

 Frostbeständigkeit (48 Prüfzyklen)

                  EN 12371

                 100    %

 

 

Durchlicht                                        Durchlicht

gekreuzte Polarisatoren                   parallele Polarisatoren

 

Qz = Quarz, Plg = Plagioklas bzw. Natronfeldspat, Kfs = Kalifeldspat, Bt = Biotit. 

 

 

    

 

 

 

Sandstein    

           

Sandstein gehört zur Gruppe der Sediment- oder Ablagerungsgesteine. Er entsteht durch Ablagerung von mehr oder weniger gerundeten Quarzkörnern, die in eine Grundmasse aus Ton, Quarz oder Eisenhydroxid eingebettet sind. Wird der abgelagerte Sand in größere Tiefe versenkt, so kommt es unter hohem Druck zur Entwässerung und Verfestigung. Aus dem Sand wird der Sandstein. Aufgrund seiner Vielseitigkeit wird Sandstein sowohl als Bodenbelag als auch für den Wand- und Mauerbau verwendet. Dabei spielt je nach Bauvorhaben die Steinstärke eine entscheidende Rolle. Dank moderner Verlege-Methoden, verbunden mit der Verwendung von stärkeren Gesteinsplatten, ist ein Boden aus Sandstein eine sehr robuste und strapazierfähige Lösung auch für den industriellen Bereich geworden. Spezielle Behandlungen ermöglichen die Verdichtung von porösen Sandstein, was die Belastbarkeit des Gesteins signifikant steigert.

 

Die Härte der Sandsteine richtet sich nach der Matrix, in die die Quarzkörner eingebettet sind. Besteht die Matrix ebenfalls aus Quarz, ist der Sandstein eingekieselt und somit hart wie Quarzit. Besteht die Matrix hingegen aus Ton oder Eisenhydroxid, sind Sandsteine relativ weich und lassen sich leicht verarbeiten, besonders gleich nach der Gewinnung im noch bergfeuchten Zustand. Trocknen die Sandsteine, so steigt ihre Festigkeit an. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit hinsichtlich Farbe und Härte werden Sandsteine seit Jahrhunderten als Bau-, Schleif- oder Schmuckmaterial verwendet.

 

Schlesischer Sandstein wird gewonnen aus dem wohl fruchtbarsten Sandsteinbett Europas, in Oberschlesien, und ist auch in technischer Hinsicht seinen Konkurrenten aus anderen Ländern weit überlegen. Sehr hohe Witterungsbeständigkeit und Härte machen schlesische Sandsteine zu beliebten Baumaterialien, oft verwendet für die Herstellung von Verkleidungen, Sockelleisten, profilierten Elementen und Skulpturen. Sein besonders hoher Härtegrad ermöglicht die Herstellung von Pflastersteinen, Treppen, Bordsteinen und vielem mehr.

 

Sandstein ist der in Gärten und Parkanlagen meist verwendete Naturstein. Seine facettenreiche Farbgebung bietet gestalterisch ein sehr attraktives Werkzeug. Hellbeige bis gelb, grau und in vielen verschiedenen Rottönen ist er ein garantierter Blickfang!

 

 

 

Ergebnisse der mikroskopischen und röntgendiffraktometrischen Analysen von Deutmannsdofer, Warthauer, Hockenauer Sandstein

 

Zur mikroskopischen Analyse wurde von sämtlichen Gesteinsproben Dünnschliffe angefertigt. Diese wurden mittels Polarisationsmikroskop hinsichtlich Mineralbestand und Gefüge untersucht. Die röntgendiffraktometrischen Analysen erfolgten mit einem PANALYTICAL PW 3040/60 X'Pert Systems mit einem PW 3050/60 Goniometer.

 

Deutmannsdofer Sandstein
Der Deutmannsdorfer Sandstein ist ein dichter, beigefarbener, mittel‐ bis grobkörniger Sandstein mit tonigem Bindemittel. Er besteht nach röntgendiffraktometrischen Analysen zu 91,6% aus Quarz. Es liegt ein korngestütztes Gefüge vor. Die bis zu 1 mm großen, detritischen Quarzkörner sind in der Regel eckig bis kantengerundet und mäßig bis schlecht sortiert. Die weitaus größte Menge der Quarzkörner ist monokristallin. Seltener beobachtet man polykristalline Körner, die durch Rekristallisation hervorgegangen sind. Weitere akzessorische Minerale sind Glimmer (2,4%), Kaolinit (5,7%) und Goethit (0,3%). Akzessorische Schwerminerale umfassen Zirkon, Rutil und Epidot sowie Opakphasen. Unter dem Mikroskop zeigt sich, dass akzessorisch auftretende Feldspäte, vor allem Plagioklas, sehr stark alteriert und weitgehend in Tonminerale umgewandelt sind. Dabei handelt es sich um den röntgenographisch nachgewiesenen Kaolinit, der auch große Teile der Matrix zwischen den Quarzkörnern einnimmt. Gelegentlich beobachtet man suturierte Quarzkorngrenzen, die auf Drucklösung hindeuten.

 

Warthauer Sandstein
Der Warthauer Sandstein ist ein dichter, rostbrauner, mittelkörniger Sandstein, dessen Quarzkörner ferritisch bis quarzitisch gebunden sind. Vereinzelt auftretende weiße Sprenkel stellen ehemalige Feldspäte dar, die weitgehend zu Kaolinit umgewandelt wurden. Die bis zu 0,5 mm großen, detritischen Quarzkörner sind eckig bis kantengerundet und mäßig sortiert. Es liegt ein korngestütztes Gefüge vor. Der Warthauer Sandstein besteht nach röntgendiffraktometrischen Analysen zu 93,3% aus Quarz. Die Quarzkörner umfassen vor allem monokristalline Körner. Seltener treten polykristalline Varianten auf. Weitere akzessorische Minerale sind Glimmer (2,4%), Kaolinit (3,6%) und Goethit (0,7%). Zudem beobachtet man unter dem Mikroskop alterierten Feldspat, Rutil und Zirkon sowie Opakphase. Die Matrix zeigt sich unter dem Mikroskop zum einen als Opakphase (Goethit) und zum anderen als Quarz, der durch Drucklösung hervorgegangen ist. Drucklösungssuturen beobachtet man vor allem am Kontakt zu Glimmer. Gelegentlich wächst Goethit in den Quarzkörner hinein und verdrängt sie. Auch durch diesen Prozess wurde SiO2 freigesetzt, das sich später im Porenraum zwischen den Quarzkörnern abgeschieden hat. Die im frischen Bruch rostbraune Farbe des Warthauer Sandsteins wird durch den relativ hohen Anteil des eisenhaltigen Minerals Goethit erzeugt.

 

Hockenauer Sandstein

Der Hockenauer Sandstein besteht nach röntgendiffraktometrischen Analysen zu 95,6% aus Quarz. Weitere akzessorische Minerale sind Glimmer (1,0%) und Kaolinit (3,4%). Unter dem Mikroskop zeigt sich, dass die bis zu 1,0 mm großen Quarzkörner Hinweise auf Drucklösung zeigen. Der gelöste Quarz ist in Druckschattenbereichen wieder abgeschieden worden. Die mikroskopische Auswertung zeigt weiterhin, dass die Quarzkörner mäßig gerundet und schlecht sortiert sind. Die Matrix zwischen den Quarzkörnern besteht überwiegend aus Quarz, was die relativ hohe Festigkeit des Sandsteins bedingt.

 

 

Physikalische und mechanische Eigenschaften

 

Deutmannsdofer Sandstein

Eigenschaften

Prüfungsmethoden

Prüfungsergebnisse

 Rohdichte

                  EN 1936

                 2650  kg/m³

 Wasseraufname

                  EN 13755

                 4,9   %

 Druckfestigkeit

                  EN 1926

                 45    MPa

 Frostbeständigkeit (48 Prüfzyklen)

                  EN 12371

                 100    %

 

Hockenauer Sandstein

Eigenschaften

Prüfungsmethoden

Prüfungsergebnisse

 Rohdichte

                  EN 1936

                 2600  kg/m³

 Wasseraufname

                  EN 13755

                 3,5   %

 Druckfestigkeit

                  EN 1926

                 55    MPa

 Frostbeständigkeit (48 Prüfzyklen)

                  EN 12371

                 100    %

 

 

 

Hockenauer Sandstein

Durchlicht                                         Durchlicht

gekreuzte Polarisatoren                      parallele Polarisatoren



 

                   Deutmannsdorfer Sandstein                                             Warthauer Sandstein

               Durchlicht                                         Durchlicht                                           Durchlicht                                   Durchlicht

           gekreuzte Polarisatoren                      parallele Polarisatoren                        gekreuzte Polarisatoren                  parallele Polarisatoren

  

 
 

 

- PFLEGEHINWEISE -

 

 

Wichtige Kundeninformationen:

 

Die Imprägnierung des Sandsteins gehört zu den wichtigsten Bearbeitungsschritten des Steines sowohl für den Innenausbau wie der Verwendung im Aussenbereich. Die Imprägnierung dient der Verstärkung des Steins. Sie schützt die Oberfläche vor Feuchtigkeitsaufnahme sowie Verschmutzungen und stärkt hervorragend gegen mechanische Einwirkungen und Rissbildung.

 

  • Reinigen Sie Sandstein sehr vorsichtig, seine zarte Oberfläche kann leicht verletzt werden. Probieren Sie neue Reinigungsmittel und Methoden zunächst an kleinen, kaum sichtbaren Stellen aus.
  • Für die Reinigung kleiner, vereinzelter Stellen verwenden Sie einen Radiergummi oder eine Bürste.
  • Für größere Flächen nehmen Sie Bürste und Wasser mit einem sanften Reiniger.